Philipp Gies

Dr. Philipp Gies

Datenmanager (für die Sozialwissenschaften)

+49 (0)421 23800 - 28

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Office: Fahrenheitstr. 6, Anbau
28359 Bremen
Room: 2204 (2. Etage)

Forschungsinteressen

Als Data Manager für die Sozialwissenschaften am ZMT unterstütze ich Forschende bei der Planung, Organisation, Dokumentation, Archivierung und Nachnutzung sozialwissenschaftlicher Forschungsdaten. Meine Arbeit liegt an der Schnittstelle von wissenschaftlicher Praxis, Forschungsdatenmanagement und infrastruktureller Weiterentwicklung. Ziel ist es, Forschungsdatenmanagement als praktikables Instrument zu gestalten, das Forschung vom Antrag über die Datenerhebung und Analyse bis zur Archivierung und Nachnutzung unterstützt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von FAIR- und CARE-Prinzipien. FAIR steht für auffindbare, zugängliche, interoperable und nachnutzbare Daten; CARE ergänzt diese Perspektive um Fragen kollektiver Rechte, Verantwortung, Forschungsethik und gerechter Governance. Gerade in den Sozialwissenschaften ist dieses Spannungsfeld zentral, da Daten zugleich gut dokumentiert und nachnutzbar, aber auch sensibel, kontextgebunden und verantwortungsvoll geschützt sein müssen.
Zunehmend beschäftige ich mich mit neuen digitalen Methoden, Tools und KI-gestützten Workflows, etwa für OCR, Webscraping, automatisierte Dokumentationsprozesse und Python-basierte Arbeitsabläufe. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Forschungsdatenmanagement qualitativ hochwertig, anschlussfähig und zugleich möglichst nutzerfreundlich gestaltet werden kann.
Verantwortlichkeiten am ZMT
• Beratung zu Datenmanagementplänen, Datenorganisation, Dokumentation, Metadaten und Archivierung.
• Unterstützung bei FAIR-orientiertem Forschungsdatenmanagement für sozialwissenschaftliche Daten.
• Weiterentwicklung CARE-sensibler Perspektiven auf Governance, Datenschutz, Forschungsethik und verantwortungsvolle Nachnutzung.
• Beratung zu Einverständniserklärungen, Anonymisierung qualitativer Interviews und sicherer Datenverarbeitung.
• Unterstützung bei qualitativer Datenorganisation und -analyse, insbesondere mit MAXQDA.
• Integration sozialwissenschaftlicher Datenpraktiken in inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte.
• Kontaktperson für Qualiservice zur Langzeitarchivierung qualitativer Forschungsdaten.
• Erprobung neuer Workflows, Tools und KI-gestützter Verfahren für praktikables Forschungsdatenmanagement.


Methoden- und Datenkompetenz

Meine Methoden- und Datenkompetenz verbindet sozialwissenschaftliche Forschungserfahrung mit praxisorientiertem Forschungsdatenmanagement. Ich verfüge über Erfahrung mit qualitativen und quantitativen Methoden, darunter offene und standardisierte Interviews, Gruppeninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, Surveys sowie die Arbeit mit MAXQDA.

Darüber hinaus beschäftige ich mich mit Datenmanagementplänen, Anonymisierungsstrategien, Metadatenkonzepten, Archivierungsvorbereitung und Nachnutzungsszenarien. Ergänzend arbeite ich an Python-basierten und KI-gestützten Verfahren, etwa für OCR, Webscraping, Datenaufbereitung und Dokumentationsprozesse.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Meine bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten liegen im Bereich transnationaler sozialer Dialoge, Multi-Level Governance und Formen von Staatlichkeit in transnationalen Räumen. In meiner Promotion habe ich untersucht, wie internationale Rahmenabkommen, Arbeitnehmervertretungen und transnationale Austauschprozesse Governance-Strukturen und soziale Dynamiken beeinflussen.

Diese Forschungsperspektive prägt auch meine heutige Arbeit im Forschungsdatenmanagement. Mich interessiert, wie institutionelle Regeln, Infrastrukturen und Governance-Modelle wissenschaftliche Datenpraktiken strukturieren und wie sie weiterentwickelt werden können, um transparente, verantwortungsvolle und nachnutzbare Forschung zu ermöglichen.

 

Verlinkungen und Ressourcen:

Sprachen:

  • Deutsch (Muttersprache)
  • Englisch (fließend)
  • Spanisch (Grundlage)